Was versteht man unter Liniendichte bei der Lasergravur?
Wenn Sie gerade eine Lasergravurmaschine gekauft haben oder noch neu im Lasergravieren sind, gehört die Liniendichte zu den ersten Einstellungen, die Sie vollständig verstehen und beherrschen sollten. Beim Lasergravieren bezeichnet „Liniendichte“ – häufig auch als LPI (Lines per Inch), DPI (Dots per Inch) oder Zeilenabstand bezeichnet – eine Einstellung in Ihrer Software, die bestimmt, wie dicht die einzelnen Gravurlinien des Lasers nebeneinander liegen.
Eine höhere Dichte bedeutet, dass die Linien enger zusammenliegen und dadurch mehr Details darstellen können, während eine niedrigere Dichte für größere Abstände zwischen den Linien sorgt. Vereinfacht gesagt beschreibt die Liniendichte, wie eng die horizontalen Brennlinien des Lasers gepackt sind, wenn er eine Form oder ein Bild durch seine Hin-und-her-Bewegung ausfüllt.
Sie können sich den Laser wie einen mikroskopisch kleinen Pinsel vorstellen: Die Liniendichte bestimmt, wie stark jeder „Pinselstrich“ den vorherigen überlappt. Je stärker die Überlappung, desto dichter und detailreicher wird die Gravur – und umgekehrt.

Wie funktioniert die Liniendichte beim Lasergravieren?
Wie bereits erwähnt, bestimmt die Liniendichte, wie dicht die parallelen Rasterlinien des Lasers nebeneinanderliegen. Eine hohe Dichte sorgt für eng beieinanderliegende Linien und scharfe Details, während eine niedrige Dichte größere Abstände erzeugt. Wird die Dichte zu hoch eingestellt, können sich die Brennspuren überlappen und das Material übermäßig erhitzen. Ist sie zu niedrig, bleiben sichtbare Streifen zwischen den einzelnen Linien zurück.
Die Liniendichte wird entweder darüber angegeben, wie viele horizontale Scanlinien der Laser pro vertikalem Zoll graviert, oder über den tatsächlichen Abstand zwischen den einzelnen Linien (z. B. 0,1 mm).
- Niedrige Dichte (niedrige LPI / großer Zeilenabstand): Beschleunigt den Arbeitsvorgang und verhindert ein Schmelzen empfindlicher Materialien. Ist die Dichte jedoch zu niedrig, entsteht eine deutlich sichtbare Streifen- oder Scanlinienstruktur.
- Hohe Dichte (hohe LPI / kleiner Zeilenabstand): Schließt Zwischenräume und sorgt für gleichmäßige Verläufe und feine Fotogravuren.
Ist eine höhere Liniendichte immer besser?
Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass eine höhere Liniendichte beim Lasergravieren nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt. Der Vorteil einer höheren Dichte besteht darin, dass sie eine dunklere und geschlossenere Gravur erzeugen kann. Gleichzeitig kann sie jedoch dazu führen, dass Holz verbrennt, Acryl schmilzt, feine Details verschwimmen und der Gravurvorgang deutlich länger dauert als nötig.
Bei Materialien wie Holz oder Acryl bringt eine Einstellung von 300 bis 500 DPI/LPI oft nur noch geringe zusätzliche Vorteile und kann unerwünschte Verkohlungen oder tiefe Rillen verursachen. Die optimale Liniendichte zu finden bedeutet daher, Qualität, Material und Bearbeitungszeit miteinander in Einklang zu bringen.
Warum eine hohe Liniendichte nicht immer besser ist
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Überbrennen: Zu viele Linien auf engem Raum bringen zu viel Wärme in das Material.
Schmelzen: Kunststoffe und Acryl können durch die zusätzliche Wärme verformt werden oder schmelzen. -
Detailverlust: Wenn sich Linien zu stark überlagern, können scharfe Kanten und feine Texte verschwimmen.
Zeitverschwendung: Je mehr Linien graviert werden, desto länger dauert der Auftrag.
Wann Sie eine hohe Liniendichte verwenden sollten
- Dunkle Gravuren: Wenn Sie eine tiefe, dunkle Markierung auf Holz oder Leder erzielen möchten.
- Vektorfüllungen: Wenn Sie eine geschlossene, kräftige Fläche oder Gravur benötigen.
- Dichte Materialien: Wenn Sie harte Metalle oder Stein bearbeiten, die zusätzliche Durchgänge benötigen.
Wann Sie eine niedrigere Liniendichte verwenden sollten
- Empfindliche Materialien: Wenn Sie dünnes Papier, Stoff oder empfindliches Holz gravieren.
- Schmelzbare Kunststoffe: Wenn Sie verhindern möchten, dass Acrylkanten Blasen bilden oder schmelzen.
- Schnelle Testgravuren: Wenn Sie zunächst eine schnelle Testgravur durchführen möchten, um Ausrichtung und Fokus zu überprüfen.
Wie wird die Liniendichte eingesetzt? Zu hoch vs. zu niedrig
| Liniendichte | Sichtbares Ergebnis | Vor- und Nachteile | Typische Anwendung |
| Zu niedrig (z. B. < 0,15 mm Abstand / < 150 DPI) | Deutlich sichtbare horizontale „Zebra“-Streifen oder eine Cordstruktur. | Sehr schnelle Gravur. Wirkt blockig und niedrig aufgelöst. | Gut für schnelle Entwürfe oder einfache Schilder und zur Reduzierung der Maschinenbelastung. |
| Der Sweet Spot (z. B. 0,1 mm Abstand / 254–300 DPI) | Klare, vollständig geschlossene Flächen, bei denen die Linien nahtlos ineinander übergehen. Gleichmäßige Farbverläufe. | Gutes Gleichgewicht zwischen Qualität und Bearbeitungszeit. | Häufige Standardeinstellung für Holz, Leder und allgemeine Acrylanwendungen. |
| Zu hoch (z. B. < 0,05 mm Abstand / > 500+ DPI) | Starke Überlappung. Der Laser brennt erneut über bereits verkohltes Material. | Sehr lange Bearbeitungszeiten. Kann tiefe Verbrennungen, Verformungen, Verlaufen oder Schmelzen verursachen. | Vor allem für Metallgravuren mit Faserlasern oder extreme Mikrodetaillierung geeignet. |
Wie wird die Liniendichte in unterschiedlicher Software angezeigt? DPI vs. Zeilenabstand vs. LPMM
Ein wichtiger Punkt bei der Liniendichte beim Lasergravieren ist, dass sie je nach verwendeter Software unterschiedlich dargestellt werden kann. Je nachdem, ob Sie beispielsweise LightBurn, xTool Creative Space oder LaserPecker verwenden, kann die Liniendichte auf unterschiedliche Weise angegeben werden:
- Lines per mm / Inch (LPMM / LPI): Die tatsächliche Anzahl der Laserlinien, die in eine bestimmte Entfernungseinheit gepackt werden.
- Zeilenabstand (Line Interval): Der Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier aufeinanderfolgender Linien, gemessen in Millimetern. Ein kleinerer Abstand bedeutet eine höhere Liniendichte.
- DPI (Dots per Inch): Bei Raster- und Fotogravuren gibt dieser Wert an, wie viele Mikrobrennpunkte pro Zoll erzeugt werden.
Einstellungen für die Liniendichte bei verschiedenen Lasertypen
Die optimalen Einstellungen für die Liniendichte unterscheiden sich je nach verwendetem Lasertyp. Der Grund dafür ist, dass jeder Lasertyp eine andere physikalische Strahlgröße beziehungsweise Spotgröße erzeugt. Wenn Sie den Zeilenabstand optimal an die Breite des Laserstrahls anpassen, berühren sich die Linien möglichst genau, ohne sich unnötig zu überlappen oder sichtbare Lücken zu hinterlassen.
1. Diodenlaser (für Hobbyanwender)
Diodenlaser-Gravierer gehören zu den verbreitetsten Desktop-Geräten, beispielsweise von xTool, Creality oder Ortur. Der Laserstrahl eines Diodenlasers ist physikalisch eher rechteckig oder oval und nicht perfekt rund. Eine typische Spotgröße liegt ungefähr bei 0,08 mm × 0,15 mm.
Richtwerte für die Liniendichte bei Diodenlasern
Da der Strahl in einer Richtung breiter ist, können sich die Einstellungen für die Liniendichte abhängig davon unterscheiden, ob sich der Laser von links nach rechts (X-Achse) oder von vorne nach hinten (Y-Achse) bewegt.
- Standard-Zeilenabstand: 0,1 mm
- DPI-Äquivalent: 254 DPI
Wenn Sie einen Diodenlaser über 300 DPI (0,08 mm Zeilenabstand) hinaus betreiben, überlagern sich die rechteckigen Strahlen zunehmend. Das kann zu starker Verkohlung, Rauchspuren und verwaschenen Details führen.
2. CO₂-Laser (Kleinunternehmen und hohe Produktionsleistung)
CO₂-Laser erzeugen einen perfekt runden und stark fokussierten Laserstrahl, der abhängig von der verwendeten Brennweite der Linse normalerweise etwa 0,1 mm bis 0,2 mm groß ist. Da der Strahl sehr gleichmäßig ist, lassen sich sowohl bei vertikalen als auch bei horizontalen Bewegungen äußerst vorhersehbare Ergebnisse erzielen.
CO₂-Laser verdampfen organische Materialien wie Holz außerdem sehr schnell, anstatt sie lediglich zu verbrennen. Dadurch sind saubere Überlappungen möglich.
Richtwerte für die Liniendichte
- Standard-Zeilenabstand: 0,08 mm bis 0,12 mm
- DPI-Äquivalent: 250 bis 300 DPI
CO₂-Lasergravurmaschinen bearbeiten Materialien sehr schnell. Ist die Liniendichte zu hoch, kann der Laser daher unbeabsichtigt tief in das Holz schneiden oder eine deutliche Vertiefung erzeugen, anstatt lediglich die Oberfläche zu markieren.
3. Faser- und MOPA-Laser (industrielle Metallmarkierung)
Faserlaser verfügen über eine mikroskopisch kleine und extrem stark fokussierte Spotgröße, die häufig zwischen 0,01 mm und 0,03 mm liegt. Da der Strahl bis zu zehnmal kleiner als bei einem Dioden- oder CO₂-Laser sein kann, ist eine deutlich höhere Liniendichte erforderlich, um eine vollständig geschlossene Füllung zu erzeugen.
Wenn Sie bei einem Faserlaser eine typische „Holzeinstellung“ von 0,1 mm verwenden würden, würden Sie lediglich einzelne Streifen mit großen Metallzwischenräumen gravieren.
Richtwerte für die Liniendichte
- Standard-Zeilenabstand: 0,01 mm bis 0,03 mm
- DPI-Äquivalent: 800 bis 2500+ DPI
Faserlaser benötigen eine hohe Liniendichte, um die Oberflächenwärme aufzubauen, die zum Anlassen beziehungsweise Abdunkeln von Stahl erforderlich ist. Ist die Dichte zu niedrig, sieht das Metall eher leicht zerkratzt als hochwertig schwarz oder farbig aus.
Tabelle zur Liniendichte: Referenzwerte
| Lasertyp | Durchschnittliche Spotgröße | Idealer Zeilenabstand | Ideale DPI-Füllung |
| Faserlaser | 0,02 mm | 0,01 mm – 0,03 mm | 800 – 2500 DPI |
| CO₂ | 0,12 mm | 0,08 mm – 0,12 mm | 250 – 300 DPI |
| Diodenlaser | 0,15 mm (oval) | 0,10 mm – 0,15 mm | 170 – 254 DPI |
Ideale Einstellungen für die Liniendichte bei verschiedenen Materialien
Unterschiedliche Materialien reagieren auf die beim Lasergravieren entstehende Wärme auf unterschiedliche Weise. Das ist entscheidend, wenn Sie die richtige Liniendichte auswählen. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Überlappungen, die ein Material verträgt, bevor es verbrennt, schmilzt oder Details verschwimmen. Eine Liniendichte, die beispielsweise eine saubere Gravur auf Glas erzeugt, kann ein Stück Leder oder Holz vollständig ruinieren.
1. Einstellungen für organische Materialien (Holz, Leder, Kork)
- Grundregel für die Liniendichte: Niedrige bis moderate Dichte. Die Laserlinien sollten sich gerade berühren oder einen mikroskopisch kleinen Abstand lassen, damit die natürliche Wärmeausbreitung den Zwischenraum ausfüllt.
- Ausgangseinstellung: 0,08 mm bis 0,12 mm Zeilenabstand (ca. 200 bis 300 DPI).
Die Liniendichte sollte relativ niedrig gehalten werden, da organische Materialien unter sogenanntem Heat Bleeding leiden. Dabei breitet sich die Wärme einer Laserlinie automatisch seitlich in Richtung der nächsten Linie aus.
Außerdem speichern Zellulosefasern und natürliche Öle Wärme. Eine zu starke Überlappung kann dazu führen, dass das Holz weiter schwelt und aus einer sauberen Gravur eine verschwommene, stark verkohlte Oberfläche wird. Die Grundregel lautet daher: niedrige bis moderate Dichte.
Die Laserlinien sollten sich gerade berühren oder einen mikroskopisch kleinen Abstand lassen, damit die natürliche Wärmeausbreitung den Zwischenraum füllt. Weichhölzer wie Kiefer geben Wärme stärker weiter und benötigen daher eine niedrigere Dichte. Harthölzer wie Walnuss oder Kirsche vertragen etwas engere Abstände und ermöglichen dadurch schärfere Details.
Erfahren Sie mehr über das Gravieren und Schneiden von Holz mit dem Laser.
2. Kunststoffe (Acryl, Rowmark, Delrin)
- Grundregel für die Liniendichte: moderate Dichte. Sie benötigen gerade genug Dichte, um eine gleichmäßige, mattierte Oberfläche zu erzeugen, ohne den Kunststoff zu überhitzen.
- Ausgangseinstellung: 0,06 mm bis 0,10 mm Zeilenabstand (ca. 250 bis 400 DPI).
Gegossenes Acryl verwandelt sich beim Gravieren in ein mattiertes, weißliches Pulver, während extrudiertes Acryl schmilzt. Werden die Laserlinien zu eng gepackt, sammelt sich die Wärme im Material und erzeugt eine ungleichmäßige, klebrige Schmelzfläche anstelle einer sauberen, mattierten Gravur.
Harte und spröde Materialien (Glas, Schiefer, Keramik)
- Grundregel für die Liniendichte: moderate bis hohe Dichte. Sie benötigen engere Linien, um eine gleichmäßige und geschlossene, mikroskopisch aufgeraute Oberfläche zu erzeugen.
- Ausgangseinstellung: 0,06 mm bis 0,08 mm Zeilenabstand (ca. 300 bis 400 DPI).
Profi-Tipp: Beim Lasergravieren von Glas legen manche Anwender ein feuchtes Papiertuch über den Gravurbereich. Dieses nimmt überschüssige Wärme auf und ermöglicht eine höhere Liniendichte für ein gleichmäßigeres Ergebnis, ohne dass das Glas zu stark beschädigt wird.
Diese Materialien verbrennen oder schmelzen nicht. Stattdessen verändert beziehungsweise bricht der Laser ihre Oberfläche auf mikroskopischer Ebene. Glas und Stein leiten Wärme nur schlecht. Der Laser erzeugt winzige Mikrobrüche und verändert dadurch die Oberfläche des Glases. Sind die Linien zu weit voneinander entfernt, entsteht eine raue, ungleichmäßige Kante. Sind sie zu eng, kann das Glas ausbrechen, abblättern und Details verlieren.
Erfahren Sie mehr über das Lasergravieren von Stein für Einsteiger.
Metalle (eloxiertes Aluminium, blanker Stahl, Messing)
- Grundregel für die Liniendichte: hohe bis extrem hohe Dichte. Da Metall Wärme nicht auf die gleiche Weise wie organische Materialien verteilt und hohe Temperaturen aushält, können Linien sehr eng gesetzt werden, um kräftige schwarze Markierungen oder tiefe 3D-Strukturen zu erzeugen.
- Ausgangseinstellung: 0,01 mm bis 0,05 mm Zeilenabstand (ca. 500 bis 2500+ DPI).
Metalle leiten Wärme sehr gut und besitzen im Vergleich zu organischen Materialien oder Kunststoffen sehr hohe Schmelzpunkte. Bei eloxiertem Aluminium entfernt beziehungsweise verdampft der Laser lediglich die eingefärbte Eloxalschicht und legt das darunterliegende silberfarbene Aluminium frei. Da das Material kaum seitlich „ausblutet“, kann es sehr enge Linienabstände verarbeiten.
Bei blankem Stahl, der mit einem Faserlaser bearbeitet wird, basiert der Prozess auf dichter, wiederholter Wärmeeinwirkung, durch die die Metalloberfläche physikalisch verändert oder eine Oxidschicht erzeugt wird (Anlassen).
Liniendichte für verschiedene Materialien: Schnelle Übersicht
| Material | Reaktion auf den Laser | Risiko bei zu hoher Dichte | Empfohlener Zeilenabstand |
| Holz / Leder | Verbrennt / verkohlt | Verschwommene Details, kohleartige Struktur, Brandgefahr | 0,10 mm (254 DPI) |
| Acryl | Schmilzt / verdampft | Schmelzen, Verlust scharfer Kanten | 0,08 mm (318 DPI) |
| Glas / Schiefer | Mikrobrüche | Abblättern, Ausbrechen, raue Struktur | 0,06 mm (423 DPI) |
| Metalle | Bleichen oder Oxidieren | Linien wirken wie einzelne Streifen | 0,02 mm (1270 DPI) |
Wie funktioniert die Liniendichte? Tipps für die richtige Einstellung
1. Gehen Sie nicht unter die Spotgröße Ihres Lasers (Kerf).
Wenn der Punkt Ihres Laserstrahls 0,1 mm breit ist und Sie den Zeilenabstand auf 0,05 mm einstellen, überlappen sich die Linien um 50 %. Das erzeugt keine zusätzlichen Details. Stattdessen trägt der Laser lediglich mehr Material ab und kann eine tiefere Vertiefung sowie stärkere Verkohlung verursachen.
2. Das Material bestimmt die Liniendichte
- Holz/Leder: Halten Sie sich an etwa 250–300 DPI (0,1–0,08 mm Zeilenabstand). Holzfasern verteilen Wärme auf natürliche Weise, sodass eine höhere Dichte lediglich zu einer unsauberen, kohleartigen Oberflächenstruktur führen kann.
- Acryl oder Glas: Verwenden Sie etwa 300–400 DPI, um ungleichmäßige Kanten bei diesen harten Materialien zu vermeiden.
- Faserlaser: Benötigen häufig extrem dichte Linien (600–1000+ DPI), um die Reflexionseigenschaften der Metalloberfläche physikalisch zu verändern.
3. Verwenden Sie den „Defokus“-Trick für gleichmäßige Füllungen
Erfahrene Anwender von Lasergravurmaschinen nutzen häufig den sogenannten Defokus-Trick, um besonders gleichmäßige Füllungen zu erzeugen. Dabei wird die Linse des Lasers leicht aus dem Fokus gebracht, indem der Arbeitstisch etwa 1–2 mm nach oben oder unten bewegt wird. Dadurch lässt sich eine besonders glatte und geschlossene Hintergrundfüllung erzeugen, ohne die Liniendichte erhöhen zu müssen.
Der Laserstrahl wird dadurch etwas breiter, sodass die einzelnen Linien sauber ineinander übergehen, ohne dass sich die Bearbeitungszeit unnötig verlängert.
4. Führen Sie immer eine schnelle „Material-Testmatrix“ durch
Verwenden Sie die Material Test Matrix, die beispielsweise in Software wie LightBurn integriert ist, zunächst auf einem Reststück Ihres exakt verwendeten Materials, bevor Sie ein größeres Projekt starten. Dadurch können Sie viele Stunden erfolgloser Gravurversuche vermeiden.
Die richtige Liniendichte – jedes Mal
Die Liniendichte ist eine dieser Einstellungen, die auf dem Bildschirm klein und unscheinbar wirken, aber einen enormen Einfluss auf das Endergebnis haben. Der Unterschied zwischen einer sauberen, professionellen Gravur und einer Gravur, die verkohlt, verschwommen oder voller sichtbarer Streifen ist, kann oft auf genau diese eine Einstellung zurückzuführen sein.
Die wichtigste Erkenntnis lautet: Es gibt keine universell richtige Einstellung. Die optimale Liniendichte hängt von Ihrem Lasertyp (Dioden-, CO₂- oder Faserlaser), der tatsächlichen Spotgröße des Laserstrahls und davon ab, wie das jeweilige Material auf Wärme reagiert. Beginnen Sie mit den oben genannten Richtwerten, führen Sie vor einem vollständigen Projekt eine schnelle Testmatrix auf einem Reststück des Materials durch und passen Sie die Einstellungen anschließend entsprechend an.
Sobald Sie die richtige Liniendichte für die Kombination aus Ihrer Maschine und Ihrem Material gefunden haben, lohnt es sich, diese Einstellung als Preset zu speichern. So können Sie bei zukünftigen Projekten schnell darauf zurückgreifen.
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