Lasersicherheit: So gravierst du zuhause sicher mit dem Laser
Dein Lasercutter ist ein sehr nützliches Werkzeug, mit dem du beeindruckende Dinge herstellen kannst. Wenn du lernst, ihn zu benutzen, wirst du kreativer und kannst mit einer immer größeren Auswahl an Materialien und Designs experimentieren – egal ob Schneiden, Gravieren oder beides zusammen. Allerdings gibt es mehrere Lasersicherheitsrisiken beim Lasercutter für zuhause, die gesundheitliche Bedenken beim Laserschneiden aufwerfen können, und diese müssen vollständig verstanden werden, bevor du beginnst.
Dieser Artikel zur Lasercutter-Sicherheit soll dir helfen, alle Laser-Gefahren zu verstehen, damit du deinen Lasercutter sicher bedienen kannst – nicht nur für dich selbst, sondern auch für alle um dich herum.
Wie ein Lasercutter für zuhause funktioniert
Fast alle Lasercutter enthalten ein Gerät der Laser-Gefahrenklasse 4, was bedeutet, dass sie sehr leistungsstark sind und dauerhafte Verletzungen verursachen können. Zu verstehen, wie sie funktionieren, hilft dir, Lasersicherheitsrisiken zu erkennen und zu kontrollieren.
Der CO2-Lasercutter verwendet ein Glasrohr, das mit inerten Gasen gefüllt und an ein Hochspannungsnetzteil angeschlossen ist. Das Licht wird im Glasrohr erzeugt, und Laserstrahlung tritt an einem Ende aus. Anschließend wird sie über eine Reihe von Spiegeln reflektiert, bis sie den Laserkopf erreicht, wo sie zu einem winzigen Punkt auf dem Werkstück fokussiert wird, das geschnitten oder graviert wird.
Der Kopf ist auf Schienen montiert, die von leistungsstarken Servomotoren bewegt werden, sodass der Laser das Design schneiden oder gravieren kann.
Ein Diodenlaser funktioniert ähnlich, nur dass die blaue oder grüne Laserstrahlung von einer Halbleiterdiode erzeugt wird. Ein Faserlaser nutzt eine Kombination aus Halbleiter und optischer Faser, um die IR-Lichtquelle zu erzeugen, verwendet dann aber einen einzelnen Spiegel, der von einem Satz Servomotoren bewegt wird.
Sind Lasercutter für zuhause sicher zu bedienen?
Ja, Lasercutter für zuhause sind sicher zu bedienen. Auch wenn eine Laser-Gefahr vorhanden ist, sind Lasercutter für zuhause mit vielen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, um gesundheitliche Bedenken beim Laserschneiden zu minimieren. Solange du die richtigen Vorsichtsmaßnahmen triffst, sind Lasercutter für zuhause sehr sicher. Bei der Lasersicherheit liegt es in der Verantwortung der Nutzerin bzw. des Nutzers, die relevanten Laser-Gefahren zu kennen und die notwendige PSA (PPE) für das Laserschneiden zu verwenden. Lies das Benutzerhandbuch und befolge alle Lasersicherheitsmaßnahmen sorgfältig. Mit der Zeit gewöhnst du dir einen festen Ablauf zum sicheren Einrichten und Betreiben des Lasers an.
Wann passieren die meisten Verletzungen bei der Arbeit mit Lasercuttern?
Die meisten Lasercutter-bezogenen Verletzungen passieren bei der Laserspiegel-Ausrichtung. Bei der Laserspiegel-Ausrichtung werden die Laserspiegel justiert. Dabei ist die Versuchung groß, den Laser mit offener Gehäusetür zu betreiben, die Sicherheitsverriegelung zu deaktivieren und mit den Händen im Gehäuse zu arbeiten. Das ist äußerst gefährlich und sollte vermieden werden. Es dauert nur ein paar Sekunden länger, den Deckel zu schließen und den Laser sicher zu betreiben. Selbst die größten Lasersicherheitsbedrohungen lassen sich mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen minimieren.
Lichtwellenlänge
Sichtbares Licht ist elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge zwischen 400 und 700 Nanometern (nm). Das sagt dir vielleicht nicht viel, aber die Wellenlänge beeinflusst das Verhalten von Materialien und sorgt dafür, dass deine Augen verschiedene Farben sehen, wenn Licht auf die Netzhaut trifft. Der Regenbogen reicht zum Beispiel von 420 nm bis 680 nm – das nennen wir „sichtbares Licht“. Außerhalb dieser Werte spricht man am unteren Ende von Ultraviolett (UV) und am oberen Ende von Infrarot (IR).
Wie Laserlicht funktioniert
Alles, was Licht erzeugt – etwa eine Glühbirne oder die Sonne – strahlt Licht in alle Richtungen und meist über einen Bereich verschiedener Wellenlängen ab. So sehen wir und nehmen unsere Umgebung wahr. Lasergeräte dagegen erzeugen einen intensiven Strahl aus Laserstrahlung, der in dieselbe Richtung läuft und bei dem fast das gesamte Licht eine bestimmte Wellenlänge hat.
Ein grüner Diodenlaser hat 532 nm, ein Faserlaser liegt zwischen 780 nm und 2200 nm. Ein CO2-Laser hat 10.600 nm.
Sicherheit bei Laserstrahlung
Was ist Laserstrahlung?
Alle Laser emittieren Strahlung in Form von Licht. Tatsächlich ist ein Laserstrahl selbst eine Form von Strahlung, denn das Wort „Laser“ ist ein Akronym für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation. Du musst dafür aber keinen Geigerzähler kaufen – heutige Lasercutter für zuhause sind nicht nuklearfähig.
Der Begriff Laserstrahlung bezieht sich normalerweise nicht auf den eigentlichen Laserstrahl. Laserstrahlung entsteht, wenn der Laserstrahl auf ein Objekt trifft und die Oberfläche den Strahl nicht vollständig absorbiert; ein Teil der Lichtenergie wird in zufällige Richtungen reflektiert oder gebrochen. Diese Art von Laserstrahlung kann gefährlich sein, und selbst scheinbar matte Materialien wie Holz können schädliche Reflexionen erzeugen.

Ist Laserstrahlung schädlich?
Laserstrahlung kann aufgrund ihrer Wellenlänge und des konzentrierten Strahls schädlich sein. Die größte Gefahr betrifft deine Augen.
Wenn jedoch die richtigen Lasersicherheitsabläufe eingehalten werden, solltest du beim Betrieb deiner Lasergravurmaschine vollständig frei von Laserstrahlung bleiben. Außerdem unterscheiden sich Laser-Gefahren je nach Lasertyp.
Verschiedene Arten von Gefahren bei Lasergravierern
Gefahren bei Diodenlasern
Die gefährlichste Laserstrahlung ist die von blauen oder grünen Diodenlasern. Diodenlaserlicht bei 532 nm wird nicht von transparenten Materialien wie der Augenlinse blockiert, sondern passiert sie und trifft auf die Netzhaut.
Die Netzhaut absorbiert die Energie des Laserlichts und wird irreversibel geschädigt. Das kann in weniger als 1/1000 Sekunde passieren – schneller, als das Auge blinzeln kann. Blaues Laserlicht ist schädlicher als grünes, aber beide können dauerhafte Augenschäden verursachen.

Gefahren bei CO₂-Lasern
CO2-Laser erzeugen Laserlicht mit einer Wellenlänge von 10.600 nm, also im Infrarot-(IR)-Bereich. Im Gegensatz zum blauen/grünen Diodenlaserlicht ist dieses Licht vollständig unsichtbar, daher ist zusätzliche Vorsicht nötig. Es wird jedoch auch von fast allen Materialien blockiert, einschließlich Linse und Hornhaut des Auges. Wenn IR-Licht auf ein Objekt trifft, erhitzt es die Oberfläche. So schneidet und graviert der CO2-Laser: Er erhitzt die Oberfläche, bis sie verdampft.
Es dauert allerdings eine kurze Zeit, bis das Material genug Lichtenergie absorbiert. Während also ein indirekter Blitz durch reflektiertes blaues/grünes Diodenlaserlicht innerhalb von 1/1000 Sekunde sofortige Augenschäden verursachen kann, ist derselbe Effekt bei einem CO2-Laser weniger wahrscheinlich, dauerhaft zu schaden. Trotzdem ist jedes Laserlicht gefährlich, und das Befolgen der Sicherheitshinweise ist essenziell. Direkt in eine Laserstrahlungsquelle zu schauen, verursacht dauerhafte Augenschäden.
So gravierst du zuhause sicher mit dem Laser
Die meisten Lasercutter für zuhause sind als Laser-Sicherheitsklasse 4 eingestuft – die höchste Gefahrenklasse – was bedeutet, dass das Gerät gefährlich ist. Lies vor dem Start immer das Handbuch, besonders die Abschnitte zu Laser-Gefahren, und beachte die Warnhinweise am Gerät.
Stelle sicher, dass du genau verstehst, wie deine Lasermaschine arbeitet, damit du Gefahren vermeiden und unnötige Risiken minimieren kannst. Bei bestimmungsgemäßer Verwendung gilt die Lasercutter-Sicherheit als Klasse 1 – sicher für Bedienende und Umstehende.
- Umgebungsbedingungen
- Augenschäden durch den Lasercutter vermeiden
- Elektrische Lasersicherheitsgefahren vermeiden
- Sicherheitsmaßnahmen gegen Flammen und Brand
- Laserabluft: sichere Belüftung
- Materialsicherheit beim Lasercutter
- Best Practices für Lasersicherheit zuhause
1. Wo du deinen Lasercutter zuhause aufstellst: Umgebungsbedingungen
Ein wichtiger Faktor ist der Standort deines Lasercutters. Dein Benutzerhandbuch nennt dir ggf. spezifische Punkte, grundsätzlich sollte der gewählte Ort jedoch sein:
Stabil, eben, trocken und klimatisiert mit einer Umgebungstemperatur von 40–75°F
Umgebungsluftfeuchtigkeit unter 70% und nicht nahe am Taupunkt (um Kondensation zu vermeiden).
Nicht in direkter Sonneneinstrahlung
Frei von Staub und anderen Luftschadstoffen
Gut belüftet
Fern von Kindern; brennbaren, entzündlichen, explosiven oder korrosiven Materialien; sowie empfindlichen EMI-Geräten.
Das Netzkabel sollte in eine stabile Stromquelle mit geerdeter 3-poliger Steckdose eingesteckt werden. Kein anderes Gerät sollte Strom aus derselben Sicherung ziehen.
Halte Feuerlöschmittel in der Nähe bereit.
Halte einen zusätzlichen Arbeitstisch in der Nähe bereit, um Gegenstände nicht auf oder direkt neben der Maschine abzulegen – das könnte zu einer Brand- oder Laser-Gefahr werden.
2. Augenschäden durch den Lasercutter vermeiden
Ist es sicher, einem Lasergravierer zuzusehen? Kann ein Lasergravierer deine Augen verletzen?
Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Du darfst niemals ohne die richtigen Laserschutzbrillen in einen grünen oder blauen Diodenlaser schauen. Ein CO2-Laser ist hingegen bei korrektem Betrieb mit geschlossenen Gehäusetüren und unter Beachtung der Sicherheitsregeln sicher.
Beide Lasertypen können deine Augen und andere Körperteile dauerhaft schädigen, wenn du hypothetisch direkt vom Laserstrahl getroffen würdest – halte dich daher immer an die Sicherheitsregeln. Schau NIEMALS direkt in einen Laserstrahl – das verursacht dauerhafte Augenschäden.
Welche Laserschutzbrille sollte ich kaufen?
Wenn du einen blauen oder grünen Diodenlaser nutzt, müssen Laserschutzbrillen dafür ausgelegt sein – passend zur Frequenz der verwendeten Diode. Es ist essenziell, die richtigen zu verwenden. CO2-Laserschutzbrillen gibt es in einer viel größeren Auswahl an Ausführungen und sie bestehen aus Polycarbonat – dem gleichen Material wie das Sichtfenster deiner Lasermaschine. Dieses absorbiert IR-Laserlicht.
Laserschutzbrillen sollten entweder den ANSI-Z136- oder den EN207/208/60825-Standards entsprechen. Gute Laserschutzbrillen haben eine optische Dichte (OD) von mindestens 4 und vorzugsweise 6+.
Beachte: Schutzbrillen sollen dich vor incidentalem (zufälligem) Laserlicht schützen, das z. B. von einer Metalloberfläche reflektiert werden kann. Sie sind nicht dafür ausgelegt, dich beim direkten Blick in einen Laserstrahl zu schützen – also schau niemals, wirklich niemals direkt in einen Laserstrahl.
Laser-Sicherheitsgefahren bei Diodenlasern vermeiden
Wenn du einen Diodenlaser verwendest, sind spezielle Laserschutzbrillen für das Lasergravieren jederzeit zwingend erforderlich. Sie müssen zur Frequenz des verwendeten Diodenlasers passen und die Augen vollständig umschließen. Augenschäden können in Sekundenbruchteilen auftreten und sind dauerhaft. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um Menschen und Tiere aus dem Raum auszuschließen, solange der Diodenlaser in Betrieb ist. Jede Bedienperson muss ihre eigene PSA (PPE) für das Laserschneiden haben, z. B. Laserschutzbrillen, um Augenschäden zu verhindern.
Laser-Sicherheitsgefahren bei CO₂-Lasern vermeiden
CO2-Laser sind etwas weniger problematisch, solange die Standard-Sicherheitssysteme vorhanden sind. Dein CO2-Laser ist in einem Metallgehäuse mit klarem Polycarbonatfenster verbaut. Das Polycarbonat blockiert das IR-Laserlicht, wenn der Deckel geschlossen ist. Im Deckel ist ein Sicherheitsschalter integriert, der das Auslösen des Lasers verhindert, wenn der Deckel offen ist. Auch wenn es am Bedienfeld einen Override-Schalter geben kann, wird dringend empfohlen, die Sicherheit nicht auszuschalten. Wenn du sie doch deaktivieren musst, musst du zugelassene Laserschutzbrillen tragen, die zur Wellenlänge des CO2-Laserlichts passen, und Menschen sowie Tiere aus dem Raum ausschließen.
Da CO2-Laserstrahlung vollständig unsichtbar ist und im Lasergehäuse reflektiert wird, besteht weiterhin die Gefahr extrem schmerzhafter Verbrennungen an Händen und Fingern, sobald der Deckel nicht geschlossen ist, während der Laser läuft.
Dein Laserraum sollte außerdem mit geeigneten Laserwarnhinweisen für andere gesichert sein. Stelle sicher, dass passende Warnschilder sichtbar sind, und insbesondere bei Diodenlasern: Sorge dafür, dass Laserschutzbrillen verfügbar sind, bevor jemand den Raum betritt.
Mit den passenden Sicherheitsmaßnahmen sind Lasercutter sicher und gelten als Klasse 1 – sicher für Bedienende und Umstehende. Wer sie sorglos und ohne Rücksicht auf die inhärenten Gefahren betreibt, riskiert lebensverändernde Verletzungen.
3. Elektrische Lasersicherheitsgefahren vermeiden
Der CO2-Lasercutter arbeitet mit extrem hohen Spannungen, teils über 25.000 Volt, und diese Spannungen sind tödlich. Diese Hochspannungsbereiche sind durch Gehäusetüren geschützt, und diese müssen geschlossen bleiben, wenn der Laser eingeschaltet ist. Ein Not-Aus-Schalter ist vorhanden, um Spannungen sofort zu isolieren. Wenn du im Elektronikbereich arbeiten willst, wird dringend empfohlen, den Laser vom Stromnetz zu trennen.
Ein Hauptproblem des Hochspannungssystems entsteht, wenn der Laser an einem Ort steht, an dem sich Kondenswasser bildet. Das kann dazu führen, dass Leitungen und Steckverbindungen überspringen (Lichtbogen) und kurzschließen. Prüfe den Lasercutter vor dem Start immer auf Anzeichen von Kondensation und stelle sicher, dass der Raum passend konditioniert ist (Heizung, Belüftung), um Kondensation zu verhindern. Ein Hochspannungssystem mit Lichtbogen erzeugt beim Betrieb ein knackendes Geräusch. Schalte den Laser sofort aus, bevor du ihn isolierst und das Problem behebst.
4. Sicherheitsmaßnahmen gegen Flammen und Brand
Kann ein CO2-Lasergravierer Feuer fangen?
Je nach Entzündlichkeit deines Werkstücks kann dein Lasergravierer Feuer fangen. Dein CO2-Laser richtet seinen fokussierten Strahl auf das Werkstück, wodurch das Material verdampft. Bei niedriger Leistung oder hoher Geschwindigkeit wird oft nur die Oberfläche graviert; bei manchen Materialien schneidet eine höhere Leistung oder niedrigere Geschwindigkeit tatsächlich durch. Bei brennbaren Materialien wie Holz, Karton usw. können die Schnittkanten eher verbrennen als verdampfen.
Deshalb ist der Lasergravierer mit einer Luftpumpe ausgestattet, die das Entzünden des Materials verhindert. Normalerweise reicht der Luftstrom durch die Düse aus, damit sich keine Flamme festsetzt. Wenn jedoch die Luftpumpe ausfällt oder ein Schlauch sich löst, kann das Werkstück Feuer fangen. Deshalb ist es essenziell, sicherzustellen, dass die Luftpumpe funktioniert und alle Leitungen sicher sitzen. Ein Ausfall der Luftpumpe oder der Schlauchverbindungen kann dazu führen, dass das geschnittene oder gravierte Material sich entzündet und ein Brand entsteht.
Ein weiterer möglicher Brandgrund ist, wenn die X- oder Y-Achse klemmt, sodass der Laser wiederholt auf derselben Stelle weiterbrennt. Das ist ein guter Grund, regelmäßige Wartung durchzuführen: reinigen, schmieren, Zahnriemen prüfen und das Arbeitsbett frei von Schmutz, alten Projekten oder allem anderen außer dem zu gravierenden Teil halten.
Das ist einer der Hauptgründe, warum du deinen Lasercutter NIEMALS unbeaufsichtigt lassen darfst, während er in Betrieb ist.
Wie löscht man einen Brand am Lasergravierer?
Wenn dein Lasergravierer jemals Feuer fängt, kannst du ihn löschen, indem du den Not-Aus verwendest, um die Maschine zu deaktivieren, und dann die Maschine schnell mit einer Löschdecke abdeckst, um das Feuer zu ersticken. Verwende bei Bedarf einen Feuerlöscher, und nutze niemals einen Feuerlöscher an einem laufenden Laser wegen der extrem hohen Spannungen. Warte, bis alles abgekühlt ist, bevor du Ursache und Schäden prüfst.
Sicherheitsmaßnahmen bei mechanischen Problemen
Der Lasercutter nutzt mehrere leistungsstarke Servomotoren, die den Laserkopf bewegen, um das Design zu gravieren oder zu schneiden. Abgesehen von Sensoren, die die Endlagen erkennen, können diese Motoren nicht feststellen, ob etwas klemmt. Angesichts der enormen Kräfte ist es extrem gefährlich, Hände und Finger in das Lasergehäuse zu bringen, wenn das Gerät eingeschaltet ist – das kann schwere Verletzungen verursachen. Halte andere Gegenstände außerhalb des Gehäuses (z. B. Werkzeuge, zusätzliche Werkstücke) und halte die Türen geschlossen, wenn der Laser eingeschaltet ist.
5. Laserabluft: sichere Belüftung
Sind Dämpfe vom Laserschneiden giftig?
Ja, Lasercutter-Dämpfe und selbst der Rauch von CO₂-Lasergravierern können gesundheitsschädlich sein. Selbst das Gravieren und Schneiden von Standardmaterialien wie Holz und Acryl erzeugt reizende Dämpfe und Kohlenmonoxid. Die meisten Lasergravierer sind jedoch mit Belüftungssystemen ausgestattet, die die Dämpfe nach draußen abführen, wo sie sich schnell verflüchtigen. Solange dein Belüftungssystem korrekt eingerichtet ist, enthalten mögliche Gerüche beim Laserschneiden keine luftgetragenen Giftstoffe.
Ist Laserschneiden von Acryl giftig?
Ja, beim Laserschneiden von Acryl können giftige Dämpfe entstehen. Wenn Acryl mit einem Laser geschnitten wird, kann es schädliche Gase wie Formaldehyd, Blausäure (Hydrogen Cyanide) und andere flüchtige organische Verbindungen (VOCs) freisetzen. Diese Dämpfe können Augen, Nase und Rachen reizen und Atemprobleme verursachen.
Es ist wichtig, beim Laserschneiden von Acryl in einem gut belüfteten Bereich zu arbeiten. Du solltest außerdem eine Atemschutzmaske tragen, um das Einatmen giftiger Dämpfe zu vermeiden. Zusätzlich wird empfohlen, einen Rauchabsauger zu verwenden, um die Dämpfe aus dem Arbeitsbereich zu entfernen.
Sollte man beim Lasergravieren eine Maske tragen?
Auch wenn das Tragen einer Maske beim Lasergravieren wegen möglicher Exposition gegenüber Dämpfen und Partikeln allgemein empfohlen wird, ist es nicht in jedem Fall zwingend erforderlich. Maschinen wie die von OMTech verfügen oft über geschlossene Bauweisen und fortschrittliche Belüftungssysteme. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, Dämpfe und Staub effizient abzuführen und eine saubere, sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.
Wichtig ist jedoch: Häufiges Unterbrechen oder sehr lange Laufzeiten können die Wirksamkeit dieser Belüftungssysteme beeinträchtigen. Wenn du die Maschine häufig öffnest, um Materialien zu entnehmen, oder wenn sie über längere Zeit läuft, könntest du Restdämpfen ausgesetzt sein. In diesen Fällen wird das Tragen einer Atemschutzmaske dringend empfohlen, um deine Atemwege zu schützen.
Wie schädlich ist Laserstau(b)/Laserrauch?
Laserstaub und Rauch gelten als PM2.5, was bedeutet, dass das Einatmen vermieden werden sollte. Solange die Belüftung effizient arbeitet, sollten die meisten Partikel draußen harmlos dispergieren und gesundheitliche Bedenken reduzieren.
Kann man einen Lasergravierer drinnen benutzen?
Du kannst eine Lasergravurmaschine in Innenräumen nutzen, wenn du ein geeignetes Belüftungssystem hast. Jedes Material, das gelasert (geschnitten oder graviert) wird, erzeugt Rauch und Dämpfe, und diese müssen schnell und sicher aus dem Lasergehäuse entfernt werden. Übermäßiger Rauch und Dämpfe können sich auf den Lasermechaniken ablagern und vorzeitige Lagerschäden sowie Schäden an Fokuslinse und Spiegeln verursachen.
Auch wenn Lasergravieren zuhause in Innenräumen möglich ist, ist es vorzuziehen, eine klimatisierte Garage, einen Schuppen oder ein anderes Nebengebäude zu nutzen. Das Hauptproblem ist der Geruch des bearbeiteten Materials. Obwohl ein gutes Belüftungssystem fast alle Dämpfe und den Rauch aus dem Gehäuse entfernt, ist es nicht luftdicht – ein gewisser Geruch bleibt wahrnehmbar.
Wie entlüftet man einen Lasergravierer für zuhause?
Dein CO₂-Lasergravierer sollte mit einem Lüfter nahe dem Abluftanschluss und einem flexiblen Abluftschlauch geliefert werden. Bei der Ersteinrichtung solltest du eine Seite des Schlauchs am Abluftanschluss der Maschine befestigen und die andere an eine sichere Austrittsöffnung, die die Abluft nach draußen führt. Der Lüfter sollte stark genug sein, um Dämpfe und Luftpartikel durch den Schlauch und nach draußen zu drücken. Wenn du jedoch ein großes Laserschneid-Volumen hast, musst du ggf. einen Inline-Lüfter hinzufügen, um die Abluft schneller abzusaugen. Stelle immer sicher, dass der Lüfter eingeschaltet ist, bevor du den Laser startest. Lass ihn nach Abschluss noch etwa eine Minute laufen, um das Gehäuse vollständig zu entlüften und alle Dämpfe zu entfernen.
Der Luftauslass sollte außerhalb des Gebäudes enden – über einen dedizierten Auslass oder ein Fenster – und mit einem Netz sowie einer Luftklappe gegen Wind sowie Tier-/Insekten-Eintritt geschützt sein. Stelle sicher, dass der Auslass nicht dort liegt, wo Menschen sehr nah vorbeigehen oder sich aufhalten. Der Geruch von Laserdämpfen und Rauchablagerungen wird wahrnehmbar sein, also achte darauf, keine Probleme mit Nachbarn zu verursachen. Denke daran: Du bist dafür verantwortlich, alle relevanten lokalen und nationalen Gesetze und Vorschriften zur Ableitung von Dämpfen und Rauch einzuhalten.
Profi-Tipp: Für höhere Effizienz: Wenn du eine lange Abluftstrecke hast, platziere den Lüfter nahe am Auslass, damit der Lüfter die Luft durch die längere Strecke zieht, statt sie zu drücken.
6. Materialsicherheit beim Lasercutter
Dein Lasercutter kann viele Materialien schneiden und gravieren, aber es gibt einige, die du vermeiden musst. Im Zweifel suche das MSDS-Sicherheitsdatenblatt (Safety Sheet) für das Material. Beim Verbrennen und Verdampfen informiert dich das Datenblatt über gefährliche Nebenprodukte, die bei der Verbrennung entstehen.
Materialien, die man lasergravieren und -schneiden kann:
Karton
Keramik, einschließlich Geschirr, Fliesen usw.
Glas
Papier & Karton/Pappe
Gummi
Echtes Leder*
Stein, einschließlich Marmor, Granit, Flussstein usw.
Textilien, einschließlich Baumwolle, Wildleder, Filz, Hanf usw.
Holz, einschließlich Kork, MDF, Sperrholz, Balsa, Birke, Kirsche, Eiche, Pappel usw.
Kunststoffe einschließlich:
Nylon (Polyamid, PA usw.)
Polyethylen (PE)
High-Density Polyethylene (HDPE, PEHD usw.)
Biaxially-Oriented Polyethylene Terephthalate (BoPET, Mylar, Polyester usw.)
Polyethylene Terephthalate Glycol (PETG, PET-G usw.)
Polyimid (PI, Kapton usw.)
Polymethylmethacrylat (PMMA, Acryl, Plexiglas, Lucite usw.)
Polyoxymethylen (POM, Acetal, Delrin usw.)
Polypropylen (PP usw.)
Styrol
<i>*Echtes Leder kann sicher laser-geschnitten oder -graviert werden, aber stelle sicher, dass es – falls gegerbt – „veg-tanned“ ist; andernfalls wurde es mit Chromsalzen behandelt, die beim Lasergravieren gefährliche Partikel freisetzen.</i>
Materialien, die man nicht laser-schneiden oder -gravieren darf:
Kunstleder mit sechswertigem Chrom (Cr[VI])
Chlorhaltige Materialien, einschließlich Polyvinylbutyral (PVB) und Polyvinylchlorid (PVC, Vinyl, Cintra usw.)
Fluorhaltige Materialien, einschließlich Polytetrafluorethylen (Teflon, PTFE usw.)
Materialien mit Halokohlenstoff-Verbindungen
Phenolharze, einschließlich verschiedener Epoxid-Formen
Polycarbonat (PC, Lexan usw.)
Besonders wichtig: Alles aus PVC oder Vinyl. Die Dämpfe sind nicht nur giftig, sie kondensieren auch im Lasergehäuse und verursachen schnelle, vorzeitige Korrosion an Metalloberflächen, Lagern usw.
Du kannst Metalle mit einem CO₂-Laser mithilfe eines speziellen Beschichtungsmittels markieren. Du kannst jedoch Metalle mit einem Standard-CO2-Laser nicht schneiden oder gravieren, da sie leitfähig und reflektierend sind. Wenn du Metall gravieren möchtest, sieh dir das OMTech Faserlaser-Sortiment an.
7. Best Practices für Lasersicherheit zuhause
Halte deinen Arbeitsbereich sauber und ordentlich.
Stelle sicher, dass dein Laser gewartet und instand gehalten wird.
Reinige die Belüftungslüfter alle 6 Monate.
Prüfe und ersetze dein Kühlwasser monatlich und behandle es mit einem Algizid.
Wenn andere deinen Laser nutzen, führe ein Logbuch an der Maschine mit Notizen zu Problemen oder Auffälligkeiten.
Wenn du einen Lasercutter zuhause mit Familie nutzt, erkläre deiner Familie die Bedeutung von Lasersicherheit.
Wenn du kleine Kinder oder neugierige Haustiere hast, halte den Lasergravierer nach Möglichkeit hinter verschlossenen Türen – oder in der Garage, wo sie nicht versucht sind, damit zu spielen.
Bewahre den „Magic Key“, der das Lasergehäuse entsperrt, immer sicher weggeschlossen auf.
Umgehe keine Sicherheitsfunktionen.
Werde beim Umgang mit deinem Laser nie nachlässig und nimm keine Abkürzungen.