Contents
  • 3 Wege zu dunkleren Lasergravuren auf dunklem Holz
  • Einstellungen für dunkles Holz auf dem OMTech 60W Pronto (CO2 / LightBurn)
  • Einstellungen für dunkles Holz auf dem OMTech Polar Lite (55W Desktop-CO2)
  • Fazit
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  • 3 Wege zu dunkleren Lasergravuren auf dunklem Holz
  • Einstellungen für dunkles Holz auf dem OMTech 60W Pronto (CO2 / LightBurn)
  • Einstellungen für dunkles Holz auf dem OMTech Polar Lite (55W Desktop-CO2)
  • Fazit

So erzielen Sie dunkle, kontrastreiche Lasergravuren auf dunklem Holz

OMTech Laser Updated On

Dunkle Harthölzer wie Nussbaum und Kirsche sowie espresso-gebeiztes Sperrholz sehen fantastisch aus, wenn man sie gravieren lassen kann. Da es sich hierbei jedoch um einige der dunkleren Holzarten handelt, ist es schwierig, mit einer Lasergravurmaschine eine scharfe, kontrastreiche Markierung darauf zu erzielen. Helle Hölzer wie Birke oder Ahorn sind heller, sodass die Einbrennung von Natur aus gut zur Geltung kommt, während dunklere Hölzer etwas mehr Fingerspitzengefühl erfordern, damit das Motiv richtig zur Geltung kommt.

Es gibt drei bewährte Ansätze, um dieses Problem zu lösen: die Vorbehandlung des Holzes mit einer chemischen Lösung, die Anpassung des Laserfokus, um eine stärkere Verkohlung zu erzielen, und/oder die Anwendung bestimmter Nachbearbeitungstricks nach Abschluss der Gravur.

Jede Methode hat ihre eigenen Stärken, und welche für Sie die richtige ist, hängt von Ihrer Maschine, Ihrem Material und dem gewünschten Ergebnis ab. 

3 Wege zu dunkleren Lasergravuren auf dunklem Holz

1. Die Backpulver- oder Borax-Methode (beste Methode insgesamt)

Diese Technik ist aus gutem Grund die beliebteste, denn die Lösung reagiert mit dem Laser und erzeugt eine kräftige, dunkelbraune bis fast schwarze Markierung, was den Kontrast zum umgebenden Holz erheblich verstärkt.

So verwenden Sie die Backpulver- oder Borax-Methode

  1. Lösen Sie 1 Esslöffel Backpulver oder Borax in 250 ml warmem Wasser auf.
  2. Bestreichen oder besprühen Sie damit leicht nur den Bereich, den Sie gravieren möchten. Vermeiden Sie es, das Holz zu durchtränken.
  3. Lassen Sie das Holz vollständig trocknen, bevor Sie es lasern.
  4. Gravieren Sie mit etwas geringerer Geschwindigkeit und höherer Leistung, um die beste Reaktion zu erzielen.
  5. Nachbearbeitung: Wischen Sie nach der Gravur verbliebenen Ruß ab und versiegeln Sie das Holz, damit die Gravur mit der Zeit nicht verblasst.

2. Die „Linie nach Füllung"-Technik (Defokussierung)

Wenn Sie chemische Zusätze lieber vermeiden möchten, können Sie stattdessen den Fokus Ihres Lasers manipulieren, um eine stärkere, dunklere Verkohlung zu erzeugen. Dies geschieht in zwei Durchgängen:

  1. Führen Sie Ihren üblichen Gravurdurchgang (die „Füllung") aus, um das Motiv wie gewohnt zu ätzen.
  2. Ändern Sie den Fokus: Bevor Sie den zweiten Durchgang starten, heben Sie die Z-Achse Ihres Lasers (defokussieren Sie den Laser) um etwa 2 bis 5 mm an.
  3. Gravieren Sie erneut: Führen Sie einen zweiten Durchgang (eine „Linien"- oder Konturenpassage) über denselben Bereich mit geringerer Leistung und höherer Geschwindigkeit aus.

Die Defokussierung verbreitert den Strahl und konzentriert die Wärme, wodurch eine deutlich dunklere Verbrennung entsteht als bei einem einzelnen, scharf fokussierten Durchgang.

3. Nachbearbeitungstricks und -methoden

Wenn Ihre Gravur heller ausfällt als gewünscht, können ein paar mechanische Tricks das Endergebnis nachträglich verdunkeln:

  • Sprühdosen-Vernebelung: Maskieren Sie die nicht gravierten Bereiche Ihres Holzes mit Transferband und besprühen Sie den gravierten Bereich dann leicht mit schwarzer oder espressobrauner Sprühfarbe. Die Farbe füllt die tiefen Gravuren, wodurch scharfer, dunkler Text entsteht, während das umliegende Holz unter der Maskierung geschützt bleibt.
  • Der Beiztrick: Wenn das Holz vor der Gravur gebeizt wurde, tragen Sie danach eine weitere Schicht derselben Beize auf das gesamte Stück auf. Die zusätzliche Beize setzt sich in den geätzten Rillen ab und macht diese deutlich dunkler als die umgebende Oberfläche.

Einstellungen für dunkles Holz auf dem OMTech 60W Pronto (CO2 / LightBurn)

Der OMTech 60W CO2-Lasergraveur bietet Ihnen in Kombination mit LightBurn präzise Kontrolle über die Werkzeuge, die einen hohen Kontrast auf dunklem Holz erheblich erleichtern. CO2-Laser bewegen sich generell schneller als Diodenlaser, daher liegt der Schlüssel darin, einen „Sweet Spot" bei der Geschwindigkeit zu treffen – typischerweise etwa 300 bis 350 mm/s – für ein sauberes, scharfes Ergebnis.

Grundeinstellungen für den OMTech 60W Pronto

Beginnen Sie bei gängigen dunklen Harthölzern wie Nussbaum oder Kirsche mit diesen Grundeinstellungen im Cut Settings Editor von LightBurn:

  • Modus: Füllung (Fill)
  • Geschwindigkeit: 300 mm/s
  • Maximale Leistung: 18 % bis 22 % (nicht unter die Zündschwelle Ihres Tubes fallen, in der Regel etwa 10–12 %)
  • Bidirektionales Scannen: EIN (dies beschleunigt den Prozess, indem der Laser in beide Richtungen feuert)
  • Linienabstand: 0,08 mm (entspricht etwa 318 DPI) für eine saubere Abdeckung ohne Lücken

Den integrierten Materialtest von LightBurn nutzen

Die Holzdichte variiert von Stück zu Stück erheblich, daher sollten Sie Ihre endgültigen Einstellungen niemals raten. Das Materialtest-Werkzeug von LightBurn zeigt Ihnen genau, welche Einstellungen bei Ihrem spezifischen Werkstück die dunkelste Verbrennung erzeugen.

  1. Gehen Sie im oberen Menü zu Laser Tools > Material Test.
  2. Stellen Sie den Geschwindigkeitsbereich von 200 mm/s bis 400 mm/s ein.
  3. Stellen Sie den Leistungsbereich von 15 % bis 35 % ein.
  4. Klicken Sie auf Preview, um sicherzustellen, dass der Test auf Ihr Reststück passt, und klicken Sie dann auf Start.
  5. Betrachten Sie das fertige Raster und wählen Sie das Feld aus, das dunkel und verkohlt wirkt, ohne einen tiefen, unschönen Graben ins Holz zu ziehen.

Den „Defokussierungs"-Trick in LightBurn programmieren

Der Defokussierungstrick – der das Verbreitern des Strahls nutzt, um eine dunklere Verkohlung zu erzielen – lässt sich direkt in Ihren Ebeneneinstellungen automatisieren:

  1. Doppelklicken Sie auf Ihre Gravurebene, um den Cut Settings Editor zu öffnen.
  2. Suchen Sie nach der Einstellung Z-Offset (dies funktioniert nur, wenn Ihr OMTech-Gerät über ein motorisiertes Z-Achsen-Bett verfügt).
  3. Stellen Sie den Z-Offset auf +3,0 mm ein (positive Werte senken das Bett ab).

Das leichte Absenken des Bettes verbreitert den Laserpunkt. Ein breiterer Punkt erzeugt eine etwas dickere Brandspur, was ein deutlich dunkleres Erscheinungsbild ergibt statt eines tiefen, dünnen Schnitts. Da der Punkt breiter ist, sollten Sie eventuell Ihren Linienabstand auf 0,1 mm oder 0,12 mm anpassen, damit sich die Laserlinien perfekt überlappen.

Erinnerung zur Druckluftunterstützung

Wenn Sie über einen manuellen Druckluftregler verfügen, drosseln Sie diesen beim Gravieren von dunklem Holz. Zu viel Luft trägt den Ruß ab und kühlt das Holz, was zu einer helleren, saubereren Gravur führt statt zu einer dunklen. Sie möchten, dass sich eine geringe Menge Rauch absetzt, um diese dunkle Verkohlung zu erzeugen; achten Sie dabei nur darauf, die Maschine genau im Auge zu behalten.

Einstellungen für dunkles Holz auf dem OMTech Polar Lite (55W Desktop-CO2)

Der OMTech Polar Lite ist ein 55-W-Desktop-CO2-Laser mit einem etwas leistungsschwächeren Tube als eine Standard-60-W-Schrankmaschine; dies gleicht er jedoch mit einer höheren Höchstgeschwindigkeit (bis zu 500 mm/s) und einem Autofokus per Tastendruck aus.

  • Die größte Herausforderung beim Polar Lite für Brandmarkierungen auf dunklem Holz ist seine automatische, nicht regulierbare Druckluftunterstützung. Bei einer Standard-60-W-Maschine können Sie die Luft drosseln, um Ruß aufbauen zu lassen.
  • Beim Polar Lite bleibt die integrierte 18,8-CFM-Luftpumpe während des Schneidens oder Gravierens automatisch aktiv, um die Linse zu schützen, sodass Sie sich nicht auf denselben Rußaufbau-Trick verlassen können.

Polar Lite Media Full TabsGrundeinstellungen für den 55W Polar Lite

Da Sie über etwas weniger Leistung, aber reichlich Geschwindigkeitskapazität verfügen, zielen Sie auf eine etwas niedrigere Geschwindigkeit oder einen höheren Leistungsprozentsatz ab, um eine tiefe Verkohlung zu erreichen:

  • Modus: Füllung (Fill)
  • Geschwindigkeit: 250 bis 300 mm/s
  • Maximale Leistung: 22 % bis 26 % (Beginnen Sie am unteren Ende, um tiefes Ausfräsen zu vermeiden)
  • Bidirektionales Scannen: EIN
  • Linienabstand: 0,08 mm (318 DPI)

Den „Defokussierungs"-Trick über den LightBurn-Autofokus einrichten

Da der Polar Lite ein elektrisches Autofokussystem anstelle manueller Fokusstäbe verwendet, müssen Sie LightBurn anweisen, den automatischen Fokuspunkt zu überschreiben:

  1. Öffnen Sie den Cut Settings Editor Ihrer Ebene in LightBurn.
  2. Suchen Sie das Z-Offset-Feld.
  3. Stellen Sie es auf +2,5 mm oder +3,0 mm ein.

Beim Senden des Auftrags fokussiert der Polar Lite zunächst automatisch auf die Oberseite des Holzes und senkt das Bett dann um den von Ihnen festgelegten Versatzwert ab, bevor die Gravur beginnt. Dies verbreitert den Strahl auf sichere Weise und erzeugt eine breitere, dunklere Verkohlung.

Das Holz behandeln: die Borax-/Backpulver-Strategie

Da die starke Druckluftunterstützung des Polar Lite den Rauch ständig wegbläst, kann es auf dieser Maschine schwierig sein, sich allein auf Holzruß für die Verdunkelung zu verlassen. Genau hier zahlt sich die Vorbehandlung mit Backpulver oder Borax aus: Die chemische Reaktion erfolgt sofort dort, wo der Strahl die behandelten Fasern berührt, sodass die Druckluftunterstützung Ihren dunklen Kontrast nicht wegblasen kann.

Führen Sie ein kurzes Materialtest-Raster durch

Überspringen Sie diesen Schritt bei einem Desktop-CO2-Laser niemals. Führen Sie einen kleinen Materialtest durch (zu finden unter Laser Tools > Material Test):

  1. Stellen Sie die Geschwindigkeitsachse von 200 mm/s bis 400 mm/s ein.
  2. Stellen Sie die Leistungsachse von 15 % bis 35 % ein.
  3. Suchen Sie nach dem Block, der ein tiefes Schokoladenbraun oder dunkles Holzkohleschwarz ergibt, ohne tief ins Maserungsbild einzudringen.

Fazit

Dunkle, kontrastreiche Gravuren auf dunklem Holz zu erzielen, läuft letztlich auf eine Sache hinaus: die Kontrolle darüber, wie viel Verkohlung sich aufbaut und hält. Ob Sie dies durch eine Backpulver- oder Borax-Vorbehandlung, einen defokussierten zweiten Durchgang oder Nachbearbeitungstricks wie Beize oder Sprühlack erreichen – das Prinzip bleibt dasselbe.

Und wenn Sie mit einer OMTech-Maschine arbeiten, denken Sie daran, dass Ihre Druckluftunterstützung genauso wichtig ist wie Ihre Geschwindigkeits- und Leistungseinstellungen. Ein manueller Regler gibt Ihnen mehr Kontrolle, um Ruß absetzen zu lassen, während ein automatisches System wie das des Polar Lite bedeutet, sich stärker auf die chemische Vorbehandlung zu verlassen, um dasselbe dunkle Ergebnis zu erzielen.

Führen Sie immer zuerst einen Materialtest an einem Holzrest durch, denn Holzdichte und Maserung variieren so stark, dass die Ermittlung der richtigen Einstellungen für Ihr spezifisches Werkstück Ihnen weit mehr Zeit spart als einfach zu raten.

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