Contents
  • Die 4 häufigsten Materialien unter einem Lasergravierer
  • So wählen Sie die richtige Unterlage für Ihren Lasergravierer
  • 2. Preiswerte Lösungen für kleinere Budgets
  • 3. Materialien und Lösungen zur Begrenzung von Laserreflexionen
  • Was gehört unter einen Lasergravierer: Dioden-, CO₂- oder Faserlaser?
  • Übersicht: Welche Unterlage eignet sich für welchen Lasertyp?
  • Was gehört unter einen Lasergravierer: Gravieren oder Schneiden?
  • Sicherheitshinweise: Die richtige Unterlage für Ihren Lasergravierer
  • Fazit
Contents
  • Die 4 häufigsten Materialien unter einem Lasergravierer
  • So wählen Sie die richtige Unterlage für Ihren Lasergravierer
  • 2. Preiswerte Lösungen für kleinere Budgets
  • 3. Materialien und Lösungen zur Begrenzung von Laserreflexionen
  • Was gehört unter einen Lasergravierer: Dioden-, CO₂- oder Faserlaser?
  • Übersicht: Welche Unterlage eignet sich für welchen Lasertyp?
  • Was gehört unter einen Lasergravierer: Gravieren oder Schneiden?
  • Sicherheitshinweise: Die richtige Unterlage für Ihren Lasergravierer
  • Fazit

Lösungen für die Unterlage eines Lasergravierers

OMTech Laser Updated on

Es gibt verschiedene hitzebeständige, nicht reflektierende Materialien, die sich je nach Anwendung als Unterlage für einen Lasergravierer oder einen Laserschneidtisch eignen können. Sie helfen dabei, die Arbeitsfläche zu schützen und die Maschine sicher zu betreiben.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie beliebig irgendein Material auswählen sollten. Zu wissen, welche Materialien häufig unter Lasergeräten verwendet werden, ist etwas anderes, als zu wissen, welche davon für den jeweiligen Lasertyp, das Modell und die konkrete Anwendung geeignet sind.
Bei der Auswahl einer Unterlage sollten Sie darauf achten, dass sie:

  • Mit Ihrem Lasertyp kompatibel ist.
  • Zu Ihrem Projekt passt.
  • Für den vorgesehenen Gravur- oder Schneidvorgang geeignet ist.

Berücksichtigen Sie außerdem die Materialstärke, die Oberflächenbeschaffenheit und die Abmessungen. Die Unterlage muss zur Arbeitsfläche Ihrer Maschine passen und darf bei der Bearbeitung keine gefährlichen Dämpfe freisetzen.

Die 4 häufigsten Materialien unter einem Lasergravierer

  • Keramik- oder Schieferfliesen: Keramik- und Schieferfliesen können bei bestimmten Anlagen als hitzebeständige Unterlage dienen. Sie sind häufig preiswert und in Baumärkten erhältlich. Ihre Eignung hängt allerdings vom Lasertyp, der Leistung und dem Aufbau der Anlage ab. Sie bieten keinen universellen Schutz vor Laserstrahlung.
  • Aluminiumplatte oder Metallwanne: Eine geeignete Aluminiumplatte oder Metallwanne kann die Arbeitsfläche schützen und zur Wärmeableitung beitragen. Das verwendete Metall muss mit dem Laser kompatibel sein. Außerdem darf seine Oberfläche keine gefährlichen Reflexionen verursachen.
  • Metallwabentisch mit Schutzplatte: Ein Wabentisch eignet sich besonders für viele Laserschneidanwendungen. Seine offene Struktur lässt Rauch und Ablagerungen nach unten entweichen. Eine passende Schutzplatte darunter kann helfen, die darunterliegende Arbeitsfläche zu schützen.
  • Zementbauplatte oder Sperrholz: Eine geeignete Zementbauplatte kann in bestimmten Installationen als nicht brennbare Barriere dienen. Sperrholz ist dagegen brennbar und kann verkohlen oder sich entzünden, wenn es direkt vom Laserstrahl oder von glühenden Rückständen getroffen wird. Es sollte deshalb nicht als feuerfeste Schutzunterlage betrachtet werden.

Welche Lösung für Sie am besten geeignet ist, hängt davon ab, ob Sie einen CO₂-, Dioden- oder Faserlaser verwenden, ob Sie überwiegend gravieren oder schneiden, welche Materialien Sie bearbeiten und welches Budget Sie zur Verfügung haben. Beachten Sie außerdem die Empfehlungen des Maschinenherstellers.

So wählen Sie die richtige Unterlage für Ihren Lasergravierer

Die Unterlage sollte stabil, eben, für die auftretende Wärme geeignet und Teil einer gut belüfteten Arbeitsumgebung sein. Sie muss das Gerät sicher tragen, Vibrationen begrenzen und ausreichend Platz für Werkstücke und Zubehör lassen.
Die folgenden Lösungen kommen je nach Maschine und Anwendung infrage.

1. Wabentisch mit Metall-Schutzplatte: Eine verbreitete Lösung

Bei vielen Desktop-Lasern ist ein Wabentisch mit einer kompatiblen Schutzplatte eine praktische Lösung, insbesondere für Schneidarbeiten.

  • Der Wabentisch hebt das Werkstück an und ermöglicht, dass Luft unter dem Material zirkuliert. Dadurch können Rauchspuren, Rußablagerungen und Brandflecken auf der Unterseite des Werkstücks reduziert werden.
  • Eine geeignete Schutzplatte darunter hilft, die Arbeitsfläche vor Ablagerungen und bestimmten unbeabsichtigten Strahleneinwirkungen zu schützen. Sie muss jedoch für den verwendeten Lasertyp geeignet sein.

Diese Kombination kann wirksam sein, ersetzt aber weder eine angemessene Absaugung noch die vom Hersteller empfohlenen Schutzmaßnahmen.

Wichtiger Sicherheitshinweis:

Verwenden Sie verzinktes Blech nicht als improvisierte Schutzplatte in einem Bereich, in dem es vom Laserstrahl getroffen werden könnte. Durch die Erwärmung oder Bearbeitung der Zinkbeschichtung können gefährliche Dämpfe entstehen. Verwenden Sie ausschließlich Materialien und Zubehör, die für Ihre Maschine und Anwendung geeignet sind.

2. Preiswerte Lösungen für kleinere Budgets

Wenn Sie bereits viel Geld in Ihren Lasergravierer und das Zubehör investiert haben, suchen Sie möglicherweise nach einer kostengünstigen Möglichkeit, Ihre Arbeitsfläche vorübergehend zu schützen.
Je nach Lasertyp und Anwendung können die folgenden Materialien infrage kommen.

  • Große Keramikfliesen: Bestimmte Fliesen bieten eine stabile und hitzebeständige Oberfläche. Ob sie geeignet sind, hängt jedoch vom Lasertyp und vom Risiko reflektierter Strahlung ab. Gehen Sie nicht davon aus, dass jede Keramikfliese für jede Laseranlage sicher ist.
  • Zementbauplatten: Eine geeignete Zementbauplatte kann in bestimmten Installationen als nicht brennbare Barriere dienen. Sie muss stabil montiert und entsprechend den Herstellerempfehlungen eingesetzt werden.
  • Gipskartonplatten: Ein Stück Gipskarton kann in bestimmten Situationen als physische Schutzbarriere dienen. Es ist jedoch keine universell geeignete Lösung zur Absorption eines Laserstrahls. Prüfen Sie die Kompatibilität und bevorzugen Sie eine für Ihre Maschine vorgesehene Unterlage.

3. Materialien und Lösungen zur Begrenzung von Laserreflexionen

Reflexionen des Laserstrahls stellen ein wichtiges Sicherheitsrisiko dar. Die Unterlage kann beeinflussen, wie sich der Strahl verhält, wenn er das Werkstück durchdringt oder auf eine reflektierende Oberfläche trifft.
Wenn Sie häufig Metall gravieren, sollten Sie diesen Punkt besonders berücksichtigen.
Die folgenden Lösungen kommen in manchen Anlagen zum Einsatz, sollten jedoch nur nach einer Prüfung ihrer Eignung verwendet werden.

  • Opferholz: Manche Anwender legen Holz unter das Werkstück, um zu verhindern, dass der Laserstrahl direkt auf eine reflektierende Metalloberfläche trifft. Da Holz brennbar ist, birgt diese Lösung ein Brandrisiko. Verwenden Sie es nicht als improvisierten Schutz gegen Laserstrahlung. Holz kann verkohlen oder sich entzünden.
  • Graphitbeschichtung: Einige Anwender tragen eine dunkle Beschichtung auf eine Metallplatte auf, um Reflexionen zu reduzieren. Eine Graphitbeschichtung garantiert jedoch keine Sicherheit. Verwenden Sie sie nicht als universelle Lösung, ohne ihre technische Eignung für den Laser prüfen zu lassen.
  • Magnete und Abstandshalter: Geeignete Halterungen können bestimmte Werkstücke anheben, damit sie einfacher positioniert werden können und die Luft besser zirkuliert. Die Vorrichtungen müssen zur Maschine passen und dürfen keine zusätzlichen Risiken durch Reflexionen, verrutschende Werkstücke oder Kollisionen mit dem Laserkopf verursachen.

Was gehört unter einen Lasergravierer: Dioden-, CO₂- oder Faserlaser?

Der Lasertyp ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl einer geeigneten Unterlage. Verschiedene Lasertypen arbeiten mit unterschiedlichen Wellenlängen, und Materialien reagieren nicht auf jede Wellenlänge gleich.
Eine Unterlage, die bei einem Lasertyp funktioniert, kann bei einem anderen ungeeignet sein. Eine falsche Konfiguration kann gefährliche Reflexionen, Sachschäden oder Brände verursachen.

1. Diodenlaser: Wellenlänge von etwa 450 nm

Für viele Schneidanwendungen mit Diodenlasern ist ein Wabentisch mit einer geeigneten Schutzplatte eine praktische Lösung.

  • Der Wabentisch ermöglicht, dass Rauch unter dem Werkstück entweicht, und kann Brandspuren auf Holz reduzieren. Eine passende Schutzplatte kann außerdem die Arbeitsfläche unter der Maschine schützen.
  • Keramikfliesen können für bestimmte Installationen infrage kommen, sind jedoch keine universelle Lösung. Ihre Eignung hängt unter anderem vom Laserstrahl, der Oberfläche und der Geometrie der Anlage ab.

Diodenlaser erzeugen in der Regel sichtbares blaues Licht. Diese Wellenlänge wird von vielen dunklen und organischen Materialien gut absorbiert, kann jedoch bestimmte transparente Materialien durchdringen oder von glänzenden Metallen reflektiert werden.

2. CO₂-Laser: Wellenlänge von etwa 10.600 nm

Bei CO₂-Lasern hängt die Wahl der Unterlage von der Maschine und der jeweiligen Anwendung ab.
Beim Schneiden geeigneter Materialien kann ein Wabentisch mit einer passenden Schutzplatte die Rauchableitung verbessern und Brandspuren auf der Unterseite der Werkstücke reduzieren.
Bei Gravurarbeiten ist dagegen häufig eine stabile, ebene Oberfläche besonders wichtig, damit das Werkstück korrekt positioniert bleibt.
CO₂-Laser sind vielseitig und eignen sich für Holz, Acryl, Leder und andere kompatible Nichtmetalle. Ihr infraroter Laserstrahl kann jedoch von bestimmten Metalloberflächen reflektiert werden. Materialien unter dem Werkstück müssen deshalb sorgfältig ausgewählt werden.
Verwenden Sie keine Gummimatten, Holzstücke oder andere brennbare Materialien als improvisierten Schutz vor dem Laserstrahl. Ein direkter Treffer kann einen Brand auslösen.

3. Faserlaser: Wellenlänge von etwa 1.064 nm

Faserlaser sind hauptsächlich für die Markierung und Gravur von Metallen sowie bestimmten kompatiblen technischen Kunststoffen ausgelegt.
Verwenden Sie bei diesen Maschinen eine stabile, ebene und vom Hersteller freigegebene Arbeitsfläche oder eine für Ihre Anwendung vorgesehene Werkstückhalterung.
Gehen Sie nicht davon aus, dass Materialien, die unter Dioden- oder CO₂-Lasern üblich sind, automatisch auch für einen Faserlaser geeignet sind. Wellenlänge, Leistung, Optik und Maschinenkonfiguration beeinflussen sowohl das Bearbeitungsergebnis als auch die Sicherheitsrisiken.
Improvisierte Unterlagen aus Holz oder MDF sollten nicht als universeller Schutz betrachtet werden. Metallblöcke, Keramikhalterungen und andere Vorrichtungen müssen ebenfalls hinsichtlich Reflexionsrisiken und Laserverträglichkeit bewertet werden.

Übersicht: Welche Unterlage eignet sich für welchen Lasertyp?

Lasertyp Geeignete Unterlage oder Arbeitsfläche Typische Anwendungen Wichtige Hinweise
Diodenlaser Wabentisch mit geeigneter Schutzplatte; Keramik- oder Zementplatten nur bei nachgewiesener Eignung Gravieren und Schneiden von Holz, Sperrholz und anderen kompatiblen Materialien Kompatibilität prüfen und Brand- sowie Reflexionsrisiken berücksichtigen
CO₂-Laser Wabentisch mit geeigneter Schutzplatte beim Schneiden; stabile, ebene Arbeitsfläche beim Gravieren Schneiden und Gravieren von Holz, Acryl und anderen kompatiblen Nichtmetallen Werkstück eben halten und Rauch sowie Partikel wirksam absaugen
Faserlaser Stabile, ebene, vom Hersteller freigegebene Arbeitsfläche oder passende Werkstückhalterung Markieren und Gravieren von Metallen und anderen kompatiblen Materialien Unterlagen von Dioden- oder CO₂-Lasern nicht ungeprüft übernehmen

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Für viele Schneidanwendungen mit Dioden- und CO₂-Lasern ist ein Wabentisch mit einer geeigneten Schutzplatte ein praktischer Ausgangspunkt.
  • Beim Gravieren hilft eine stabile, ebene Oberfläche dabei, das Werkstück korrekt zu positionieren.
  • Keramik- und Zementplatten können bei bestimmten Anlagen Alternativen sein. Ihre Eignung muss jedoch überprüft werden.

Sicherheitshinweis: Verwenden Sie verzinktes Blech nicht als improvisierte Schutzunterlage. Legen Sie kein Material unter Ihre Maschine, ohne die Empfehlungen des Herstellers zu prüfen. Eine geeignete Absaugung und Maßnahmen zur Brandvermeidung sind bei allen Lasertypen unverzichtbar.

Was gehört unter einen Lasergravierer: Gravieren oder Schneiden?

Auch die Art der Bearbeitung beeinflusst die Wahl der Unterlage. Der Laserstrahl verhält sich unterschiedlich, je nachdem, ob er das Material vollständig durchtrennt oder nur dessen Oberfläche bearbeitet.
Zwei allgemeine Grundsätze sind besonders wichtig:

  • Beim Schneiden: Unter dem Werkstück sollte normalerweise genügend Freiraum vorhanden sein, damit Rauch und Ablagerungen entweichen können.
  • Beim Gravieren: Eine stabile Oberfläche und eine präzise Positionierung sind entscheidend.

Welche Lösung sollten Sie wählen?

Art der Bearbeitung Geeignete Unterlage Warum?
Überwiegend Schneiden Kompatibler Wabentisch mit geeigneter Schutzplatte Ermöglicht Luftzirkulation und erleichtert den Abtransport von Rauch und Ablagerungen
Überwiegend Gravieren Stabile, ebene Auflage mit geeigneter Werkstückfixierung Hilft, einen gleichmäßigen Fokusabstand einzuhalten
Schneiden und Gravieren Wabentisch mit kompatiblen, gegebenenfalls entfernbaren Abstandshaltern, sofern vom Hersteller zugelassen Ermöglicht eine Anpassung der Werkstückposition an unterschiedliche Bearbeitungsschritte

Sicherheitshinweise: Die richtige Unterlage für Ihren Lasergravierer

Vermeiden Sie verzinkten Stahl als improvisierte Schutzunterlage. Durch die Erhitzung der Zinkbeschichtung können gefährliche Dämpfe entstehen. Verwenden Sie Unterlagen, die für Ihren Laser geeignet sind.

Achten Sie auf Reflexionen. Glänzende Metallflächen können den Laserstrahl reflektieren und dadurch Schäden oder Sicherheitsrisiken verursachen. Verwenden Sie nur Unterlagen, die zur Wellenlänge und Konfiguration Ihrer Maschine passen.

Eine wirksame Absaugung ist unverzichtbar. Beim Laserschneiden und Lasergravieren entstehen Rauch und Partikel, die gesundheitsschädlich sein können. Verwenden Sie eine geeignete Absauganlage und führen Sie die Abluft nach Möglichkeit und im Einklang mit den geltenden Anforderungen nach außen ab.

from_uk_fiber_machine_EU4.png

Fazit

Welche Unterlage Sie für Ihren Lasergravierer benötigen, hängt vom Lasertyp, den bearbeiteten Materialien und davon ab, ob Sie hauptsächlich gravieren oder schneiden.
Für viele Schneidanwendungen ist ein Wabentisch mit einer geeigneten Schutzplatte eine praktische Lösung. Beim Gravieren unterstützt eine stabile, ebene Fläche eine gleichmäßige Positionierung.
Keramik- und Zementplatten können bei bestimmten Anlagen kostengünstige Alternativen sein. Jedes Material muss jedoch mit der Maschine und der vorgesehenen Anwendung kompatibel sein.
Vermeiden Sie improvisierte Schutzlösungen aus verzinktem Stahl, sorgen Sie für eine geeignete Absaugung und beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herstellers.
Die richtige Unterlage schützt Ihre Arbeitsfläche, unterstützt gleichmäßige Ergebnisse und trägt dazu bei, dass Sie Ihren Lasergravierer sicher betreiben können.

Teile das