LightBurn vs. LaserGRBL: Was ist besser für Ihren Lasergraveur?
Wenn Sie sich schon einmal in der Lasergravur-Community umgesehen haben, sind Sie wahrscheinlich bereits auf die Debatte LightBurn gegen LaserGRBL gestoßen. Die kurze Antwort: LightBurn gilt weithin als die überlegene Option. Es ist ein wesentliches All-in-one-Upgrade für mehrschichtige Projekte und effiziente Arbeitsabläufe, und die meisten erfahrenen Graveure wechseln irgendwann dazu.
Allerdings ist LightBurn nicht kostenlos. Es fällt eine einmalige Gebühr von etwa 55 € bis 90 € an, je nach Version, und die Software hat eine steilere Lernkurve – was wichtig ist, wenn Sie gerade erst anfangen oder ein knappes Budget haben. LaserGRBL hingegen kostet nichts und erfüllt seinen Zweck bei einfacheren Projekten.
Anstatt also anzunehmen, dass eines der beiden Programme automatisch „besser" für Sie ist, lohnt es sich, genau zu verstehen, worin sich die beiden Programme unterscheiden, damit Sie entscheiden können, ob LaserGRBL zu Ihrem Arbeitsablauf passt oder ob sich ein Upgrade auf LightBurn lohnt.
Hauptunterschiede zwischen LightBurn und LaserGRBL
Die Unterschiede zwischen den beiden Programmen zeigen sich am deutlichsten in vier Hauptbereichen: Kosten und Kompatibilität, Arbeitsablauf und Design, Funktionen und Kontrolle sowie erweiterte Werkzeuge.
1. Kosten und Kompatibilität
- LaserGRBL: 100 % kostenlos und Open Source, läuft jedoch ausschließlich unter Windows.
- LightBurn bietet eine 30-tägige kostenlose Testversion, danach ist eine kostenpflichtige Lizenz erforderlich (in der Regel etwa 55 € für G-Code-Laser). Läuft nativ unter Windows, Mac und Linux.
Kurz gesagt: LaserGRBL ist kostenlos, aber auf ein einziges Betriebssystem beschränkt, während LightBurn Geld kostet, aber reibungslos auf allen wichtigen Plattformen funktioniert.
2. Arbeitsablauf und Design
- LaserGRBL fungiert rein als Steuerungs- und Übertragungstool. Ihre gesamte Bildaufbereitung und Vektordesign-Arbeit müssen vor dem Laden der Datei in einem separaten Programm wie Inkscape erfolgen.
- LightBurn: eine All-in-one-Design- und Steuerungssuite. Sie können innerhalb derselben Anwendung zeichnen, nachzeichnen, Text hinzufügen und mehrschichtige Gravuren einrichten – ganz ohne Hin- und Herexportieren zwischen Programmen.
3. Funktionen und Kontrolle
- LaserGRBL: am besten für einfache Gravuren geeignet. Im Grunde stellen Sie eine Geschwindigkeit und eine Leistungsstufe für den gesamten Auftrag ein.
- LightBurn: ermöglicht die Feinabstimmung jedes Details. Sie können mehrschichtige Gravuren in einer einzigen Sitzung durchführen (zum Beispiel ein Bild leicht gravieren, Text tief gravieren und dann die Form ausschneiden), Materialbibliotheken nutzen und komplexen G-Code automatisch generieren lassen.
4. Erweiterte Werkzeuge
Über die Grundfunktionen hinaus bietet LightBurn auch fortgeschrittene Werkzeuge, über die LaserGRBL schlicht nicht verfügt – Kameraintegration für präzise Platzierung, automatische Testraster zur Feinabstimmung von Einstellungen und wachsende Materialbibliotheken. LaserGRBL hingegen bleibt bei manueller Rahmung und einer Handvoll einfacher benutzerdefinierter Schaltflächen.
LightBurn vs. LaserGRBL: direkter Funktionsvergleich
| Funktion | LaserGRBL | LightBurn |
| Kosten | 100 % kostenlos / Open Source | Kostenpflichtig (55–90 € einmalig, 30-tägige kostenlose Testversion) |
| Betriebssystem-Unterstützung | Nur Windows (benötigt WINE/Emulatoren für Mac/Linux) | Nativ unter Windows, macOS und Linux |
| Mehrschichtiger Arbeitsablauf | Eine Ebene pro Durchgang (erfordert separate Dateien für Gravur und Schnitt) | Mehrschichtige Arbeitsabläufe (Gravur und Schnitt in einer Sitzung) |
| Designfunktionen | Sehr einfaches Laden und Skalieren von Bildern | Fortgeschrittene Vektorerstellung, Textbearbeitung, Knotenbearbeitung und Nachzeichnen |
| Erweiterte Werkzeuge | Manuelle Rahmung, einfache benutzerdefinierte Schaltflächen | Materialbibliotheken, Kameraintegration, automatische Testraster |
LightBurn vs. LaserGRBL im Einsatz: 4 praktische Unterschiede
1. Mehrschichtige Aufträge vs. Einzelaktionen
Bei LaserGRBL stellen Sie eine Geschwindigkeit und eine Leistungsstufe pro Durchgang ein. Möchten Sie ein Foto gravieren und anschließend einen Umriss ausschneiden, müssen Sie zwei separate Dateien manuell ausrichten und laden. Bei LightBurn läuft der Prozess deutlich reibungsloser: Die Software nutzt farbcodierte Ebenen, um komplexe Gravuren, Schattierungen und Schnitte per Knopfdruck auszuführen.
2. Integrierte Design-Oberfläche
LaserGRBL erfordert, dass Sie sämtliches Bildmaterial extern vorbereiten, zum Beispiel in Inkscape oder Adobe Illustrator, bevor Sie es laden. LightBurn verfügt über voll funktionsfähige CAD-Werkzeuge, die direkt in das Programm integriert sind, sodass Sie spontan entwerfen können, ohne die Anwendung zu wechseln.
3. Zeitersparnis
Für viele Nutzer ist die durch die flüssigere Benutzeroberfläche von LightBurn eingesparte Zeit die größte Rechtfertigung für die Kosten. Die Oberfläche von LaserGRBL ist vergleichsweise einfach gehalten, was oft mehr Doppelklicks und längere Ladezeiten bedeutet – eine Frustration, die sich schnell summiert und für viele Graveure, mich eingeschlossen, ein großer Störfaktor ist.
LightBurn vs. LaserGRBL: Welches sollten Sie wählen?
Wählen Sie LaserGRBL, wenn:
- Sie haben ein striktes Budget von 0 €.
- Sie ausschließlich unkomplizierte Bildgravuren durchführen möchten.
- Sie problemlos fertige Designs aus separater Software importieren können.
Wählen Sie LightBurn, wenn:
- Sie Zeit sparen möchten.
- Sie mehrstufige Projekte erstellen.
- Sie wünschen praktische Hilfswerkzeuge wie eine Materialbibliothek.
- Sie Ihre Lasermaschine nativ auf einem Mac- oder Linux-Rechner betreiben müssen.
Wenn Sie sich noch unsicher sind, nutzen Sie die 30-tägige kostenlose Testversion von LightBurn, um herauszufinden, ob sie zu Ihrem Arbeitsablauf passt, bevor Sie sich zum Kauf entscheiden.
So richten Sie eine 30-tägige kostenlose Testversion von LightBurn auf einem OMTech Pronto 60W CO2 Laser Cutter & Graviermaschine
Um Ihre 30-tägige kostenlose LightBurn-Testversion mit einem OMTech Pronto 60W CO2-Laser einzurichten, müssen Sie die Testversion herunterladen und manuell mit dem Ruida-Digitalcontroller der Maschine koppeln. So geht's:
Schritt 1: Testversion herunterladen und aktivieren
- Rufen Sie die offizielle LightBurn-Download-/Testversionsseite auf und laden Sie die Version herunter, die Ihrem Betriebssystem entspricht (Windows oder Mac).
- Führen Sie das Installationsprogramm aus. Achten Sie unter Windows darauf, das Kästchen zur Installation des FTDI-Seriell-Treibers zu aktivieren; dies ermöglicht Ihrem Computer die Kommunikation mit dem Lasercontroller.
- Öffnen Sie LightBurn zum ersten Mal. Wenn die Lizenzaufforderung erscheint, klicken Sie auf Activate Trial. Dadurch wird die Software 30 Tage lang mit vollem Funktionsumfang und ohne Wasserzeichen freigeschaltet.
Schritt 2: Hardware verbinden
- Verbinden Sie Ihren OMTech Pronto mit dem mitgelieferten USB-Kabel mit Ihrem Computer.
- Schalten Sie Ihren Wasserkühler und Ihren Abluftventilator ein und schalten Sie dann die Lasermaschine selbst ein.
Schritt 3: Ihren Pronto 60W in LightBurn konfigurieren
CO2-Laser werden über USB nicht immer automatisch erkannt, daher sollten Sie die Maschine manuell konfigurieren:
- Schauen Sie in LightBurn im Laser-Fenster unten rechts und klicken Sie auf Devices.
- Klicken Sie auf Create Manually.
- Wählen Sie Ruida als Controller-Typ aus und klicken Sie auf Next.
- Wählen Sie Serial/USB als Verbindungsmethode.
- Benennen Sie Ihre Maschine (z. B. „OMTech Pronto 60W").
- Geben Sie die Abmessungen des Arbeitsbereichs ein. Geben Sie für den Standard-Pronto 60 W 700 mm für die X-Achse und 500 mm für die Y-Achse ein.
- Stellen Sie den Ursprung (Referenzposition) auf Rear Right (hinten rechts) ein, was für OMTech-Ruida-Maschinen typisch ist.
- Klicken Sie auf Finish.
Der Maschinenstatus unten rechts sollte nun von „Disconnected" auf „Ready" wechseln.
Fazit
Beide Programme haben ihre Berechtigung. LaserGRBL ist ein wirklich nützliches, kostenloses Werkzeug für alle, die einfache, einschichtige Gravuren auf einem Windows-Rechner durchführen, und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen, dabei zu bleiben, wenn dies Ihren Bedürfnissen entspricht.
Wenn Sie jedoch an mehrschichtigen Projekten arbeiten, einen reibungsloseren Arbeitsablauf vom Design bis zur Gravur wünschen oder Ihren Laser auf einem Mac- oder Linux-System betreiben müssen, zahlt sich der Mehrwert von LightBurn durch die eingesparte Zeit schnell aus. Wenn Sie noch unentschlossen sind, ist die 30-tägige kostenlose Testversion der einfachste Weg, herauszufinden, auf welcher Seite dieser Grenze Sie stehen.
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